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Schöner Wohnen für Meerschweinchen

Drinnen oder draußen?

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Ob Ihre Meerschweinchen drinnen oder doch lieber draussen leben sollen,  das ist zunächst eine Frage Ihrer persönlichen Wohnverhältnisse. Wenn Sie in einer Wohnung leben, bleibt Ihnen und den Meerschweinchen wohl nichts anderes übrig. Trotzdem sollten Sie alles Ihnen Mögliche tun um den Meerschweinchen eine artgerechte Haltung zu bieten und ihnen ein trauriges Käfigdasein zu ersparen. Sie finden in dem Buch "Artgerechte Haltung, ein Grundrecht auch für Meerschweinchen" tolle Beispiele für ein artgerechtes Vivarium. Ab dem Frühsommer kann man den Meerschweinchen auch einen Freilauf auf dem Balkon anbieten, aber ACHTUNG: Schatten ist wichtig und es darf keine Stauhitze entstehen. Es droht Gefahr durch Hitzschlag!

 

Innenhaltung:

 
Die Wahl des Käfigstandortes ist von großer Bedeutung für das Wohlbefinden unserer Meerschweinchen.

  • nicht direkt neben einem Heizkörper - zu warm und zu trockene Luft
  • Meerschweinchen vertragen keine Zugluft
  • nicht in einem Zimmer in dem geraucht wird - Meerschweinchen sind Nichtraucher - und rauchen schadet nicht nur der menschlichen Gesundheit
  • nicht an einem Fenster durch das viel Sonne scheint - Gefahr von Überhitzung
  • nicht in der Nähe von Stereoanlagen und Fernsehgeräten- Meerschweinchen haben einen empfindliches Gehör
  • trotzdem sollte der Käfig nicht an einem abgelegenen Standort stehen - Meerschweinchen lieben Unterhaltung und Abwechslung, ausserdem droht bei einem abgelegenen Standort die Gefahr der Vernachlässigung - aus dem Auge aus dem Sinn.
  • wegen der Staubbelastung durch die Einstreu sollte der Käfig auch nicht im Schlafzimmer stehen.

Hier finden Sie noch einige Wohnbeispiele für artgerechte Haltung von Meerschweinchen in Innenhaltung. Bei der Freilandhaltung muss auf jeden Fall ein geschützter Standort für einen Wind und Wetter festen Stall vorhanden sein.

 


Aussenhaltung

So lebt die Moppelbande 

Unsere Schweinchen haben ein winterfestes, gut isoliertes Holzhaus, in dem mehrere Ebenen eingebaut sind, in denen sie nach Belieben rauf und runter wandern können. Das sind sozusagen die Schlafkojen, in denen die Schlafhäuschen stehen. Zudem haben sie einen großzügigen Freilauf, den sie ganz nach Lust und Laune nutzen können.
Die Schlafkojen und der Boden des Hauses sind mit 1 mm starker Teichfolie ausgelegt, diese lässt sich hygienisch reinigen. Darüber liegt eine Schicht Kleintiereinstreu (Hobelspäne, staubarm) und darauf eine Schicht Stroh. Wichtig ist, dass keine Nässe im Stall entsteht. Kälte vertragen sie gut, wenn sie das ganze Jahr über draußen gehalten wurden, aber ganz wichtig ist, dass es trocken ist.
Wenn ich von artgerechtem Freilauf spreche, meine ich nicht nur irgendein Laufgitter, in das die Meerschweinchen gesetzt werden. Unsere intelligenten Mitbewohner wollen ein abwechslungsreich gestaltetes Gehege, das gegen Fressfeinde von aussen gut gesichert ist. Sie brauchen Häuschen, Baumstämme, Äste von Tannen und Fichten und noch so einiges mehr. Auch hier finden Sie in Büchern tolle Beispiele. Machen Sie doch einfach mal einen Ausflug in den Wald. Dort finden sich sicher ein paar heruntergefallene Äste, die sie zur Gehegegestaltung verwenden können. Gut kommen auch Kanalanschlussrohre oder Tonröhren an, durch die unsere Schweinchen gerne durchlaufen.
Die wilden Verwandten unserer Hausmeeris sind in den Anden bis zur Schneegrenze bei ca. 5000 m Höhe anzutreffen. Wenn sich unsere Meeris ab dem Frühjahr an die Freilandhaltung gewöhnen können, um sich auf die Jahreszeiten einzustellen, ist eine ganzjährige Haltung im Freien kein Problem. Man darf nur nicht den Fehler machen, die Tiere zum Kuscheln ins Haus zu holen. Da muss man schon selber wetterfest sein und sich zu den Tieren begeben, auch wenn es mal nicht so gemütlich ist.
Dem Thema Außenhaltung habe ich ein eigenes Kapitel gewidmet, weil es doch etwas komplexer ist.


Im Sommer draußen und im Winter im Haus?

Auch das ist möglich. Nur muss man bei einem Sommergehege genauso auf die Sicherheit achten wie bei einem Gehege dass das ganze Jahr über genutzt wird. Meerschweinchen die den ganzen Winter wohlig warm im Wohnzimmer verbracht haben darf man auch nicht zu zeitig und erst bei gut gemäßigten Temperaturen ab 18 ° C nach draußen setzen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Boden schon gut trocken ist, da sonst Erkältungsgefahr droht.


Käfiggröße:

Was die Mindestanforderungen für die Käfiggröße von Kleintieren anbelangt, ist das deutsche Tierschutzgesetz als absolut unzureichend anzusehen. Es gibt keine spezifischen Vorgaben zur Mindestgröße von Käfigen und Gehegen bei Heimtieren. Eine Empfehlung der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) ist eine Mindestgröße von 120 x 60 cm für 2 Tiere. Dies würde eine Fläche von 0,36 m² entsprechen. Mindestanforderung, nicht Ideal und immer noch nicht wirklich artgerecht.

Besser wäre eine Grundfläche von mindestens 0,50 m ² / Tier, das entspräche einem Käfig von 140 x 70 cm für zwei Meerschweinchen.

Meerschweinchen sind  sehr aktive Tiere die nicht nur Freude an der Bewegung haben, sondern auch viele Bewegungsmöglichkeiten, nach Möglichkeit auch an der frischen Luft benötigen, um aktiv und gesund zu bleiben. So kann Stoffwechsel- und Skeletterkrankungen sowie Übergewicht vorgebeugt werden.

 

Es gibt keine zu großen Gehege!

  • Behältnisse, die aus Kunststoff und nur nach oben durch ein Gitter belüftet sind, sowie Glasterrarien,  sind wegen der schlechten Belüftung ungeeignet und abzulehnen. Die schlechte Belüftung führt zu Hitzestaus und es kann zu Atemwegs- und Pilzerkrankungen durch zu hohe Luftfeuchtigkeit und Ammoniak kommen. Ausserdem können die Tiere schlecht mit ihrer Umwelt kommunizieren, da sie durch die Glas- und Kunststoffwände getrennt sind und auch Gerüche nicht wahrnehmen können.
  • Da es im Zoofachhandel nur sehr selten ausreichend große und für Meerschweinchen wirklich geeignete Käfige gibt, die zudem auch meist sehr teuer sind, empfiehlt es sich auf Eigenbauten auszuweichen, die den Meerschweinchen nicht nur mehr Platz sondern auch eine ansprechende Umgebung bieten. Fertigregale aus Naturholz bieten da oft gute Grundlagen, auch für handwerklich nicht so begabte Menschen.Ein ansprechend und abwechslungsreich eingerichtetes Gehege mit einer ausreichenden Menge an  Schutzhütten und unterschiedlichen Räumen sorgt für Agilität. Dabei sollten ausschließlich natürliche Materialien zum Einsatz kommen, Äste, Holzhütten und Steine, an denen sich die Tiere nicht verletzen können.
  • Freilaufgehege an der frischen Luft fördern die Gesundheit. Hierbei ist allerdings auf eine gute Sicherung gegen Fressfeinde und Diebe zu achten. Ebenso muss für eine trockene Aufenthaltsmöglichkeit bei schlechtem Wetter sowie für ausreichende Beschattung bei Sonnenschein gesorgt werden.
  • Bewegung ist wichtig und Gesundheitsfördernd, je mehr, desto besser. Allerdings ist ein Ausführen an der Leine mit einem Geschirr, wie es im Zoofachhandel angeboten wird, absolut nicht artgerecht und abzulehnen. Nachzulesen auch im Merkblatt des TVT für tierschutzwidriges Zubehör.
  • Ausweichmöglichkeiten im Käfig/Gehege sind wichtig, damit sich die Tiere bei Auseinandersetzungen aus dem Weg gehen können.Meerschweinchen kommen mit (rutschfesten) Rampen sehr gut zurecht. Deshalb kann man auch gut Wohnmöglichkeiten mit mehreren Etagen bauen.
  • Der Bodengrund muss so beschaffen sein, dass eine gründliche Reinigung möglich ist und sich die Tiere nicht daran verletzen können.
  • Bei ganzjähriger Aussenhaltung ist für eine frostfreie, trockene und wetterfeste Schutzhütte zu sorgen. Hier ist eine Mindestzahl von vier Tieren zu empfehlen.
  • Unabhängig von der Haltungsform ist auf einen guten Hitzeschutz im Sommer und auf Schutz vor Zugluft zu achten. Gehegestandorte neben Heizungen sind ebenfalls ungeeignet.
  • Auch bei Innenhaltung ist bei der Wahl des Standortes darauf zu achten, dass die Tiere genügend Tageslicht bekommen.  
  • Frischluft (keine Zugluft!)ist ebenso wichtig.
  • Für eine regelmäßige Reinigung der Gehege, deren Häufigkeit sich nach der Anzahl der Tiere richtet, ist zu sorgen. Bei Infektionskrankheiten oder Parasitenbefall sind zusätzliche Hygienemaßnahmen erforderlich.
  • Hier geht es zu den Wohnbeispielen