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So klappt die Vergesellschaftung von Meerschweinchenathena1 landshuter moppelbande

cassandra landshuter moppelbande

 

 

 

 

 

 

 

 

Sie haben noch gar kein Meerschweinchen?

Als erstes gilt es zu klären, wie vielen Meerschweinchen man Platz in einer artgerechten Haltung bieten kann. Wenn man die Ideallösung anstrebt und genügend Platz zur Verfügung hat, sollte man eine kleine Gruppe aus 1 kastriertem Männchen und mindestens 2 Weibchen bilden. Das ist auch die interessanteste Gruppenform. Hier kann man Verhaltensweisen beobachten, wie sie in der Natur vorkommen. Der Bock muss 6 Wochen vor dem Zusammentreffen mit den Weibchen kastriert sein, da die Zeugungsfähigkeit so lange erhalten bleibt.

Man hat aber auch die Möglichkeit gleichgeschlechtliche Gruppen zu bilden.

Bei Weibchengruppen spielt das Alter kaum eine Rolle, allerdings ist es anzuraten nach Möglichkeit keine extrem unterschiedlichen Charaktere zusammen zu setzen, z.B. extrem schüchtern und extrem dominant, da sonst mit Sicherheit das Meistens geht es recht friedlich zu, aber wenn die Weibchen aufnahmebereit, also in der Hitze sind, können sie durchaus auch Böckchenverhalten an den Tag legen. Es verhält sich dann wie ein werbender Bock, knattert, tanzt Rumba und reitet möglicherweise auf. Auch bei sehr betagten Weibchen sollte man mit der Auswahl der neuen Partner etwas vorsichtig sein. Ein Jungtier könnte ihr unter Umständen zu lebhaft sein. Möglicherweise ist hier ein älteres Weibchen die bessere Lösung.

Auch eine reine Böckchengruppe gestaltet sich oft sehr interessant. Es entwickeln sich oft richtige Männerfreundschaften. Da wird gespielt, es werden manchmal Scheingefechte zusammen ausgetragen, aber auch gekuschelt. Es kann aber auch schwierig werden, wenn z.B. 2 sehr dominante Böckchen zusammenkommen und jeder will der Boss sein. Dann kann es im Einzelfall besser sein, wenn man die Beiden trennt und es entweder mit einem neuen, wesentlich jüngeren Böckchen versucht, oder die beiden Kontrahenten kastrieren lässt und sie mit Weibchen in getrennten Gruppen vergesellschaftet.

Bei allen Gruppenformen gibt es eine Rangordnung.



Sie haben schon Meerschweinchen und möchten noch eines dazu ?

Bei Weibchen ist die Vergesellschaftung mit neuen Meerschweinchenweibchen oder einem kastrierten Böckchen meist absolut unkompliziert.

Bei Böcken ist das schon schwieriger. Einem erwachsenen Bock setzt man am Besten ein möglichst junges Böckchen (4-8 Wochen) dazu. Die Vergesellschaftung von 2 erwachsenen Böcken ist zwar nicht unmöglich, aber sehr schwierig und eher nicht zu empfehlen. In eine bestehende Bockgruppe ein junges Böckchen zu integrieren ist auch möglich, wird aber die Gruppenkonstellation stark durcheinander werfen. Möglicherweise zerfällt das bisherige Gruppengefüge und die Rangordnung muss völlig neu geklärt werden, was zu meistens vorübergehenden Streitereien führen kann. ordnung muss völlig neu geklärt werdenEine Bockgruppe darf keinen Kontakt zu Weibchen haben, da es sonst böse Beissereien gibt, manchmal mit sehr schweren Verletzungen, bis zum Tod eines Rivalen.


Sie hatten 2 Meerschweinchen und der Partner ist verstorben?

Der Partner meines Meerschweinchens ist verstorben, braucht es sofort einen neuen Partner? Ein Familienmitglied ist verstorben, die Familie und auch der hinterbliebene Sozialpartner des verstorbenen Meerschweinchens trauern. In einem größeren Rudel wird das nicht so stark auffallen. Aber in einer Zweierbeziehung wird sich das Verhalten des hinterbliebenen Meerschweinchens deutlich ändern. Vielleicht zieht es sich stark zurück, oder sucht verstärkt die Nähe seiner Menschen. Es kann seine Trauer nicht so wie wir zeigen, aber es trauert dennoch.

Trotz aller Trauer dürfen wir aber nicht vergessen, dass das hinterbliebene Meerschweinchen nicht lange alleine bleiben sollte. Sicher kann man das Verstorbene Meerschweinchen nicht ersetzen, Niemand ist ersetzbar. Aber es wird einen neuen Partner brauchen.

Wie schnell sie die Entscheidung treffen müssen, hängt stark vom Verhalten ab. Fällt das Meerschweinchen sichtlich in starke Depressionen, will es nicht mehr fressen und wirkt es teilnahmslos, so sollten sie schnellstmöglich handeln. Wenn es aber bald wieder zu sich findet und den Verlust mit Fassung trägt, kann man durchaus in Ruhe überlegen wer denn als künftiger Partner in Frage kommt. Ich denke, 1-2 Wochen sind da durchaus vertretbar. Das ist auf jeden Fall besser als einen Schnellschuss zu starten, den man hinterher vielleicht bereut.

Natürlich muss man sich in dieser Zeit noch intensiver um das Tier kümmern.

 


 

Vorbereitungen für den Neuankömmling

  • der Stall des bisherigen Meerschweinchens wird gründlich gereinigt und nach Möglichkeit neu eingerichtet. Häuschen sollten 2 Eingänge haben, damit ein flüchtendes Meerschweinchen einen Notausgang hat.

  • mit ausgelegten Futterstückchen kann man für Ablenkung sorgen, dann ist das Interesse an dem Neuankömmling nicht so groß.

  • den Neuankömmling zuerst in den Stall setzen. Nach ca. einer viertel Stunde das alte Meerschweinchen dazu setzen.

    Man sollte den Beiden ausreichend Zeit geben sich kennen zu lernen. Ca. 10-12 Stunden.

 



Das ist NORMAL

  • quieken

  • rennen

  • eventuelles Aufreiten (Dominanzverhalten)

  • gelegentliches Zähneklappern

  • bromseln

  • allgemeine Aufregung

  • ein bisschen beißen

Wenn es allerdings zu ernsthaften Kämpfen bei denen die Fetzen fliegen, müssen die beiden Kampfhähne oder Kampfhennen sofort getrennt werden, da der Kampf sonst möglicherweise für einen tödlich oder mit sehr schweren Verletzungen endet. Das passiert aber meistens nur bei erwachsenen Meerschweinchen, am ehesten bei geschlechtsreifen Männchen.

Wenn sich ein Meerschweinchen als unverträglich zeigt, kann man folgendes versuchen:

  • Zunächst wird die/der Neue einmal in einen eigenen Stall, allerdings Gitter an Gitter neben den alten untergebracht. Das gibt dem neuen Mitbewohner zum einen die Möglichkeit, sich in Ruhe an die neue Umgebung zu gewöhnen, zum anderen können die beiden schon einmal Nasenkontakt zueinander aufnehmen.
  • Dann erfolgt ein Wohnungstausch. Der/die Alte wird in den neuen Stall, der/die Neue in den alten Stall gesetzt. Die Streu wird nicht erneuert. So können sich beide mit den Geruch des anderen vertraut machen.
  • Am nächsten Tag wird der gemeinsame Auslauf eingerichtet: diverse Einrichtungsgegenstände (Äste, Kartons, Häuschen mit mind. zwei Öffnungen etc.) an verschiedenen Stellen. Die Ställe bleiben verbunden, so dass die Schweinchen nach Belieben ein und aus gehen können.
  • nach Möglichkeit sollten die beiden Schweinchen nicht wieder getrennt werden, da nach jeder Trennung das Kennen lernen von vorne beginnt

Das Wichtigste ist: Geduld, Geduld, Geduld. Nach Möglichkeit nicht einmischen, nur beobachten. Und auf keinen Fall in Panik geraten, wenn mal einer den Anderen zwickt. Das heilt wieder.

Ich habe schon oft neue Meerschweinchen in bestehende Gruppen gesetzt und hatte bisher keine Probleme damit.


Wie alt sollte der/die neue Partner/in sein?

Nach meinen Beobachtungen hängt das vom Alter und Charakter des Meerschweinchens ab, das einen neuen Partner bekommt.
Die dominante Herrscherin braucht vielleicht einen erwachsenen Kastraten, der möglichst spät kastriert wurde. Das schüchterne Mädel kommt vielleicht besser mit einem jungen Mädel oder einem jüngeren Kastraten zurecht. Eine Seniorin ist möglicherweise mit der Gesellschaft eines Babys überfordert, hier kann ein älteres Schweinchen die bessere Wahl sein. Vielleicht sorgt aber grade ein jüngeres Schweinchen für neues Leben im Seniorenheim. Das kann man nicht pauschalisieren. Bei älteren Böckchen, die schon zu alt zum Kastrieren sind, gibt es nur eine Möglichkeit: Ein Babyböckchen.


 Der Partner meines Meerschweinchens ist verstorben und ich möchte aber kein Meerschweinchen mehr dazu kaufen, weil ich aus der Meerschwienchenhaltung aussteigen möchte


Einzelhaltung von Meerschweinchen ist ein absolutes NOGO! Wenn man aber das hinterbliebene Meerschweinchen nicht hergeben möchte, um ihm ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, das dem Tierschutzgesetz entspricht, bieten wir einen ganz besonderen Service: Leihmeerschweinchen.