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Was man bei der Zucht von Meerschweinchen bedenken sollte

Fakten und Risikofaktoren - Fachwissen - Zuchtbegriffe - Erbkrankheiten

 

Grundsatzgedanken zur Meerschweinchenzucht 

 


 

  

Genetik

 



Man muss nicht Molekularbiologie oder Biologie studiert haben, um erfolgreich Meerschweinchen zu züchten. Aber ein gewisses Verständnis genetischer Grundlagen sollte man sich schon aneignen.


 

  

Zuchtmethoden

 

Eine der Schwierigkeiten, die eine seriöse Rassezucht von einer unwillkürlichen Vermehrung unterscheiden, ist die Auswahl der Zuchtmethode, die zum gewünschten Zuchtziel führt. In Bezug auf die Meerschweinchenzucht kann das bei seltenen Rassen sogar extrem schwierig werden, da es zu wenig Züchter gibt, die einen gesunden Austausch von Zuchttieren zur Erweiterung des Genpools ermöglichen.

Zunächst ist es aber wichtig, die Zuchtmethoden zu kennen um auch Begriffe wie Inzucht und Inzestzucht richtig einordnen zu können. Genau diese beiden Begriffe lösen bei den meisten Menschen erst einmal Unbehagen oder gar Angst aus, da sie in den moralischen Vorstellungen der Menschen grundsätzlich negativ belegt sind.  Wenn sie in der Zucht richtig angewandt werden, können Züchter dadurch durchaus pofitieren, da sie schneller zu Reinerbigkeit der Rassemerkmale führen.  Dazu gehört neben der kritischen Auswahl der Elterntiere auch, Entscheidungen betreffend die Selektion der Zuchttiere zu treffen.

 


 

 

Fachbegriffe der Zucht

 

 

 


 

 

Erbleiden/Erbkrankheiten - Gendefekte - Genetische Besonderheiten bei Meerschweinchen

 

 
 
Bei dominant vererbbaren Gendefekten stellt sich meist erst bei den ersten →Verpaarungen und den daraus folgenden Würfen heraus, dass dieser Defekt vererbt wird. Anders bei rezessiv vererbbaren Defekten/Krankheiten. Diese schlummern oft lange Zeit unerkannt in den Elterntieren und Nachkommen und werden erst aufgedeckt, wenn eine Rückverpaarung gesetzt wird. 
 
Diese Tiere sind kosequent aus der Zucht zu nehmen, ebenso die Jungtiere, auch wenn sich der Defekt bei Ihnen nicht zeigt.
 
Meerschweinchen mit diesen Merkmalen dürfen nicht zur Zucht eingesetzt werden:
Eine Rückverpaarung Vater/Tochter oder Mutter/Sohn kann auch Aufschluss über Erbkrankheiten oder rezessive Rassemerkmale geben. Tiere bei denen derartige Defekte auftreten sind neben allen Nachkommen konsequent aus der Zucht zu nehmen!

Im Unterschied zu den echten Erbkrankheiten gibt es aber auch noch die unerwünschten Rassemerkmale, die sich oft hartnäckig weitervererben. Dabei handelt es sich lediglich um sogenannte "Schönheitsfehler", wie z. B. Fehlwirbel, unvollständige Bewirbelung bei Angorameerschweinchen und Rosettenmeerschweinchen oder Faltohren. Diese beeinträchtigen kein Meerschweinchen in der Gesundheit, sind aber einem ehrgeizigen Züchtenden hinderlich auf dem Weg zu seinem Zuchtziel. Diese Tiere müssen nicht zwingend aus der Zucht genommen werden, denn man kann durch die Anwendung gezielter Zuchtmethoden  (Merkmalszucht, Ausgleichzucht) bei gleichzeitig strenger Selektion der Jungtiere daran arbeiten, diese Merkmale zu verbessern,
 
 

 

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